Finnland in globaler Uni-Elite

Wir besuchen die Technische Universität Lappeenranta, die gemeinsam mit der Universität Helsinki und der Aalto-Universität zu den globalen Top 300 zählt.

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Sieben finnische Universitäten werden in der Hochschulrangliste der Times Higher Education als Exzellenzzentren von internationalem Spitzenniveau gewertet. Wir besuchen die Technische Universität Lappeenranta, die gemeinsam mit der Universität Helsinki und der Aalto-Universität zu den globalen Top 300 zählt.

Die Times Higher Education World University Rankings (THE) für 2014-2015 stufen Hochschulen von Weltrang nach einem umfassenden Katalog von Leistungsindikatoren ein, die die Qualität ihrer Lehre, Forschung, Finanzierung und internationaler Ausrichtung messen.

Nur wenige hatten erwartet, die Technische Universität Lappeenranta (LUT) so weit oben, in der globalen Spitzenliga, zu sehen, und dass sie unter den weltweit 17.000 Universitäten den 276. bis 300.Platz einzunehmen würde. LUT ist mit knapp 4800 Studenten eine eher kleine Universität, die in der ostfinnischen Stadt Lappeenranta (Bevölkerung 72.000) beheimatet ist.

„Es war eine angenehme Überraschung, uns unter den Top 300 wiederzufinden und zum ersten Mal von THE in das Ranking einbezogen worden zu sein“, sagt LUT-Rektorin Anneli Pauli. „Unserer Ansicht nach stellt dies das verdiente Ergebnis unserer Entscheidung dar, uns auf strategische Schwerpunktbereiche zu konzentrieren. Dazu tritt auch unsere Erfolgsbilanz bei der Verbesserung der Zusammenarbeit mit der Industrie, die das Ziel hatte, wissenschaftliche Exzellenz in unserer Forschung und Lehre mit industrieller und gesellschaftlicher Relevanz sinnvoll zu verknüpfen.“

Grünes Denken

LUT konzentriert sich auf nachhaltige Technologie (im Bild: einer der Sonnenkollektoren auf dem Campus).

LUT konzentriert sich auf nachhaltige Technologie (im Bild: einer der Sonnenkollektoren auf dem Campus).Foto: Teemu Leinonen/LUT

LUT konzentriert sich insbesondere auf nachhaltige Technologien, die einen Beitrag zur Lösung von globalen Umweltproblemen wie Klimawandel und die Verfügbarkeit von sauberem Wasser und sauberer Energie liefern sollen. „Wir erforschen die technischen und wirtschaftlichen Aspekte gesamter Energiesysteme, von erneuerbaren Energiequellen und den Möglichkeiten für den Aufbau einer Kreislauf-Bioökonomie bis zu Themen wie nukleare Sicherheit und Energieeffizienz im Maschinenbau“, sagt Pauli.

Das Fachwissen im Bereich Energie, das LUT besitzt, spiegelt sich eindeutig im preisgekrönten „Grünen Campus“ der Universität wider, der über Innovationen wie eigens entwickelte wartungsarme Sonnenkollektoren verfügt. „Wir bemühen uns, unseren Worten Taten folgen zu lassen. Unser ‚Grüner Campus‘ soll Großversuche erleichtern und unsere grünen Innovationen als wichtigen, und als Beispiel für einen über das Labor in Richtung Kommerzialisierung hinausgehenden Schritt dienen“, erläutert Pauli.

Sie betont, dass die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Fachbereichen innerhalb LUTs sowie mit der Industrie und anderen Hochschulen sowohl in Finnland als auch im Ausland ebenfalls Schlüsselelemente der Geisteshaltung und des Erfolgs der Universität darstellen.

Russland-Know-how

„Es war eine angenehme Überraschung, uns unter den Top 300 wiederzufinden und zum ersten Mal von THE in das Ranking einbezogen worden zu sein“, sagt LUT-Rektorin Anneli Pauli.

„Es war eine angenehme Überraschung, uns unter den Top 300 wiederzufinden und zum ersten Mal von THE in das Ranking einbezogen worden zu sein“, sagt LUT-Rektorin Anneli Pauli.Foto: Teemu Leinonen/LUT

Im THE-Ranking erhielt LUT eine hohe Bewertung insbesondere für die Zusammenarbeit mit der Industrie sowie hohe Noten für Zitationen und ihre internationale Ausrichtung.

Ein Drittel der LUT-Studenten stammen aus dem Ausland, vor allem aus dem benachbarten Russland. LUT hat sich denn auch zielstrebig als einzigartiges Anknüpfungszentrum für wissenschaftliche und wirtschaftliche Beziehungen zu Russland etabliert.

„Wir haben einen Haufen Erfahrung, was ökonomische und kommerzielle Möglichkeiten in Russland anbetrifft“, sagt Pauli „ und wir arbeiten eng mit russischen Eliteinstituten zusammen, unter anderen mit der Technischen Universität Sankt Petersburg, die bloß eine 90-minütige Bahnfahrt (von Lappeenranta) entfernt ist.“

Finnlands glorreiche Sieben    		 		 		 			 				Foto: Jussi Jäppinen/Jyväskylä University 			 				 			 				Die mittelfinnische Universität Jyväskylä gelangte unter die THE-Top 400. 		 		 			Die Universität Helsinki ist Finnlands größte und bestplatzierte Hochschule. In der globalen THE-Liste gelangte sie auf den 103. Platz mit einem besonders hohen Ranking für Zitationen. Die Aalto-Universität, ebenfalls mit Sitz in Helsinki, rangiert auf den Positionen 251-275. Als eine der neuesten Universitäten der Welt hat sich die Aalto-Uni rasch einen weltweiten Namen geschaffen. Gegründet wurde sie 2010 durch die Zusammenlegung der Handelshochschule Helsinki, der Technischen Universität Helsinki und der Hochschule für Kunst und Design Helsinki. 		 			2014 gelang dem Executive MBA-Programm der Aalto-Universität im jährlichen Ranking der „Financial Times“ der Sprung auf den 83.Platz der globalen Rangliste und sogar auf den Spitzenplatz der nordischen Länder. Aaltos EMBA-Programm wird auch an Partnerhochschulen in Singapur, Polen, Südkorea, Taiwan, China, Indonesien und Iran gelehrt. 		 			An den vier Helsinkier Universitäten, darunter auch die Fachhochschulen Metropolia und Haaga-Helia, studieren insgesamt mehr als 80.000 Studenten. Dies macht die Hauptstadt zu einem jungen Tummelplatz des Studentenlebens sowie einem führenden europäischen Hub der Hochschulbildung. 		 			Die Universitäten in Tampere, Jyväskylä, Turku und Ostfinnland schafften es ebenfalls auf die globale THE-Top 400 Liste zu kommen.

Die mittelfinnische Universität Jyväskylä gelangte unter die THE-Top 400.Foto: Jussi Jäppinen/Jyväskylä University 

Finnlands glorreiche Sieben

Die Universität Helsinki ist Finnlands größte und bestplatzierte Hochschule. In der globalen THE-Liste gelangte sie auf den 103. Platz mit einem besonders hohen Ranking für Zitationen. Die Aalto-Universität, ebenfalls mit Sitz in Helsinki, rangiert auf den Positionen 251-275. Als eine der neuesten Universitäten der Welt hat sich die Aalto-Uni rasch einen weltweiten Namen geschaffen. Gegründet wurde sie 2010 durch die Zusammenlegung der Handelshochschule Helsinki, der Technischen Universität Helsinki und der Hochschule für Kunst und Design Helsinki.

2014 gelang dem Executive MBA-Programm der Aalto-Universität im jährlichen Ranking der „Financial Times“ der Sprung auf den 83.Platz der globalen Rangliste und sogar auf den Spitzenplatz der nordischen Länder. Aaltos EMBA-Programm wird auch an Partnerhochschulen in Singapur, Polen, Südkorea, Taiwan, China, Indonesien und Iran gelehrt.

An den vier Helsinkier Universitäten, darunter auch die Fachhochschulen Metropolia und Haaga-Helia, studieren insgesamt mehr als 80.000 Studenten. Dies macht die Hauptstadt zu einem jungen Tummelplatz des Studentenlebens sowie einem führenden europäischen Hub der Hochschulbildung.

Die Universitäten in Tampere, Jyväskylä, Turku und Ostfinnland schafften es ebenfalls auf die globale THE-Top 400 Liste zu kommen.

 

Von Fran Weaver, Januar 2015

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