Finnische Firma produziert konkurrenzfähige eSport-Spiele für Handys

Das 2012 in Kajaani gegründete Unternehmen Critical Force gehört zu den weltweit wenigen Unternehmen, die elektronische Sportspiele für mobile Endgeräte entwickeln.

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Bis Oktober 2018 ist ihr Ego-Shooter-Spiel Critical Ops weltweit über 45 Millionen Mal heruntergeladen worden.

„Kompetitive Online-Multiplayer-Spiele werden üblicherweise von 18- bis 24-jährigen und sogar noch jüngeren Männern heruntergeladen. Sie lieben den Wettbewerb, die Herausforderung und die soziale Interaktion, die ihnen Online-Spiele bieten“, sagt Critical Force Gründer und CEO Veli-Pekka Piirainen.

Das Unternehmen hat seine Wurzeln an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Kajaani, wo Piirainen als Dozent arbeitete. 2006 entwickelte er an der Universität den Studiengang Game Development, der das multikulturelle, aus 80 Mitarbeitern bestehende Team des Unternehmens mit jungen Talenten versorgt.

Koreanisches Investment und finnische Förderung

Dawid Chemloul (links) und Nicky Pelupessy gehören zum Critical Force-Team.Foto: Anu Kovalainen

Mobiler E-Sport ist noch immer ein Nischenmarkt, verfügt aber über enormes Potenzial. Die umsatzstärksten Spiele, erwirtschaften täglich über 2 Millionen Dollar.

2016 erhielt Critical Force 4 Millionen Euro Seed-Investment von dem großen südkoreanischen Video-Game-Unternehmen NHN Entertainment, mit dem es später eine Partnerschaft schloss. Diese führte zur Gründung einer Niederlassung in Seoul.

„NHN Entertainment hat insbesondere auf dem asiatischen Markt Potenzial für unser Spiel gesehen. Es wird eine für den asiatischen Markt zugeschnittene Version des Spiels auf den Markt bringen“, sagt Piirainen.

2018 erhielt Critical Force 5,4 Millionen Euro von Business Finland. Die Mittel werden für die Weiterentwicklung der Technologie und der Organisation des Unternehmens eingesetzt.

„In fünf Jahren wollen wir eine angesehene und anerkannte Marke und ein Trendsetter auf dem Markt kompetitiver mobiler Spiele sein“, resümiert Piirainen.

Von Leena Koskenlaakso, ThisisFINLAND Magazine 2019