Finnische Modehäuser begrüßen den Frühling mit klaren Linien und Farbe

Der Frühling in Finnland bringt einen Stimmungswandel mit sich. Die Tage werden immer heller, der Terminkalender füllt sich, und die Garderobe muss mithalten. Der Ansatz ist einfach: praktisch, stilvoll und durchdacht.

Der Frühling in Finnland bringt einen Stimmungswandel mit sich. Die Tage werden immer heller, der Terminkalender füllt sich, und die Garderobe muss mithalten. Der Ansatz ist einfach: praktisch, stilvoll und durchdacht.

Fein gekleidet im finnischen Stil

Eine Collage zeigt Damenmode in Pastellfarben, darunter ein rosa Kleid, einen cremefarbenen Blazer, ein strukturiertes, ärmelloses Kleid, Schmuck, eine Clutch und beige Pumps. Daneben hockt ein Model in einem rosa Kleid mit Strukturen und schwarzen Pumps.

1. Blazer, Almada Label; 2. Kleid, Katri Niskanen; 3. Kristallohrringe, Keski-Pomppu; 4. Silberarmband, Annele; 5. Bouclé-Kleid, Andiata; 6. Schuhe, Hagelstam; 7. Clutch, Nanso.Lookbook-Bild: Katri Niskanen

Die finnische Mode für festliche Anlässe zeichnet sich oft durch klare Linien aus. Der Reiz liegt im Schnitt, den Materialien, den Farben und den Details.

Eine der führenden Designerinnen für Gala-Events ist Katri Niskanen. Sie wurde 2009 durch ihren Sieg bei der finnischen Version von „Project Runway“ bekannt. Ihre Designs sind häufig auf dem roten Teppich und bei Galaveranstaltungen zu sehen; auch Bräute wenden sich für ihren besonderen Tag an sie. Ihre Entwürfe sind bekannt für fließende Stoffe, präzise Schnitte und ein feines Gespür dafür, wie jedes Kleidungsstück mit dem Körper mitgeht.

Eine weitere bemerkenswerte Marke ist Andiata, deren Stil in allen nordischen Ländern getragen wird, von der schwedischen Kronprinzessin Victoria über die dänische Königin Mary bis hin zu Suzanne Innes-Stubb, der First Lady von Finnland.

Frühlingsfeste lassen mehr Farbe leuchten

Eine Collage zeigt ein marineblaues Hemd, einen hellblauen Anzug, braune Loafer, eine Armbanduhr, eine Sonnenbrille und Manschettenknöpfe. Daneben steht ein männliches Model in einem rostfarbenen Blazer, einem dunklen Poloshirt und einer cremefarbenen Hose.

1. Hemd, Pure Waste; 2. Slipper mit Quasten, Schoffa; 3. Kelo Blue Field Uhr, S.U.F Helsinki; 4. Hellblauer Festanzug, Turo; 5. Sonnenbrille, Aarni; 6. Silberne Manschettenknöpfe, Lumoava.Lookbook-Bild: Schoffa

Die Festkleidung wird immer legerer und farbenfroher. Ein Anzug muss nicht mehr aus perfekt aufeinander abgestimmten Teilen bestehen. Ein Blazer mit kontrastierender Hose wirkt modern und stilbewusst.

Schoffa und Turo bieten Maßanfertigungen und entwerfen Anzüge, Blazer und Hosen, die exakt auf die Maße jedes Kunden zugeschnitten sind. Das Ergebnis ist eine perfekte Passform mit sorgfältig durchdachten Details.

Einen anderen Ansatz verfolgt Pure Waste. Die 2013 gegründete Marke setzt auf Kreislaufwirtschaft. Ihre Kleidungsstücke bestehen zu 100 Prozent aus recycelten Fasern. Dieses Hemd (Nr. 1 auf dem Foto) beispielsweise wird aus recycelter Baumwolle und Polyester hergestellt, das aus Plastikflaschen gewonnen wurde. Die Fertigung verbraucht 99 Prozent weniger Wasser und verursacht 50 Prozent weniger CO₂-Emissionen im Vergleich zu Produkten aus Neuware.

Freizeitlook mit System

Eine Collage zeigt eine beige Jacke, eine schwarze Sonnenbrille, eine Zierbrosche, eine weiße Bluse, blaue Jeans, eine rot gemusterte Handtasche und braune Sneaker neben einem Foto eines Models in einer hellbraunen Jacke und hellen Hosen.

1. Jeansjacke, Marimekko; 2. Sonnenbrille, Balmuir; 3. Secondhand-Brosche, Kalevala; 4. Gestrickte Mini-Handtasche, Marimekko; 5. Crêpe-Bluse, Almada Label; 6. Jeans, Gauhar; 7. Wildleder-Sneaker, Terhi Pölkki.Lookbook-Bild: Makia

Bei der Wochenendkleidung geht es um Lässigkeit mit Bedacht. Komfort ist wichtig, aber auch eine Garderobe aufzubauen, die sich individuell anfühlt und vielseitig kombinieren lässt. In Kleidungsstücke zu investieren, die darauf ausgelegt sind, immer wieder getragen zu werden, lohnt sich.

Um Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen, stehen Details im Vordergrund. Kalevala bietet eine kuratierte Auswahl an Secondhand-Schmuck, der jedem Alltagsoutfit Geschichte und Individualität verleiht. Besonders Broschen erleben gerade ein Comeback. Eine Brosche an der Jacke sorgt für mehr Pfiff oder an der Mütze oder Tasche angebracht für einen verspielten Akzent.

Materialorientierte Alltagskleidung

Eine Collage zeigt eine hellbraune Jacke, ein rotes Sweatshirt, eine cremefarbene Hose, eine zweifarbige Mütze, einen braunen Rucksack, eine Sonnenbrille und dunkle Schuhe, daneben ein Model, das ein ähnliches Outfit trägt.

1. Jacke, Makia; 2. Fleecemütze, Halti; 3. Sweatshirt, Makia; 4. Chinos, Schoffa; 5. Sonnenbrille, Aarni; 6. Rucksack, Globe Hope; 7. BootsschuheLookbook-Bild: R-Collection

Auch bei der Freizeitkleidung für Männer gelten dieselben Grundsätze: Funktionalität steht an erster Stelle, gepaart mit dem Gespür dafür, was zu den bereits vorhandenen und regelmäßig getragenen Kleidungsstücken passt. Ziel ist es nicht, die Garderobe neu zu erfinden, sondern sie optimal zu nutzen.

Materialien spielen dabei eine entscheidende Rolle. Von Aarnis nachhaltig gewonnenen Holzrahmen bis hin zu Globe Hope-Rucksäcken aus überschüssiger Baumwolle verdeutlicht jedes Stück, wie die Materialwahl das Design prägt. Sie verleihen ansonsten schlichten Outfits Tiefe und Raffinesse.

Von Johanna Piispa, April 2026
(Bilder mit freundlicher Genehmigung der Markenhersteller)