Finnland – Designland

Helsinki ist 2012 Welthauptstadt des Designs 2012, und die Finnen stehen mit der Formgebung auf du und du. Begleiten Sie uns auf unserem Ausflug durch die finnische Designlandschaft.

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Wir Finnen stehen mit der Formgebung auf du und du – Design ist ein vertrauter Bestandteil unseres Lebens. Wir kennen die Stammbäume unserer Küchenschränke, in denen wir Geschirr von Arabia und Gläser der Marke Iittala abstellen, beides für uns alltägliche Gebrauchsgegenstände. Bei besonderen Anlässen stellen wir nicht selten die Savoy-Vase von Alvar Aalto auf den Tisch.

Allgegenwärtig und authentisch  

Wohin wir auch blicken, überall in unserer Lebensumwelt sehen wir Resultate der Arbeit von Formgebern, in der Architektur ebenso wie in der Stadtplanung oder bei den Fahrzeugen des öffentlichen Verkehrs. Wir dekorieren unsere Wohnungen mit Textilien von Marimekko und Möbeln von Artek; wir tragen Designer-Kleidung von IvanaHelsinki, Ril’s oder Tiia Vanhatapio und Freizeit-Outfits von Halti oder Rukka. Formgebung ist in Finnland wahrhaftig allgegenwärtig, weshalb wir oftmals erst dann auf sie aufmerksam werden, wenn ihr Fehlen unsere Lebensqualität beeinträchtigt.

Wir sind eine echte Design-Nation, mit einer langen Geschichte und einem ehrwürdigen Erbe auf dem Gebiet der Formgebung. Finnisches Design wird schon seit 1875 international propagiert, und der Erfolg finnischer Design-Ikonen der 1950er und 1960er Jahre wurde von jüngeren Generationen innovativer und ehrgeiziger Designer, die mit international berühmten Marken arbeiten, weiter geführt.

Kühne Muster und organische Stoffdesigns von Marimekko. Jahr für Jahr bringt Marimekko Dutzender neuer Stoffdesigns heraus. Den Designern werden keine Vorgaben gemacht, sondern sie können die Stoffmuster frei nach ihren eigenen Ideen und ihren Vorstellungen von den künftigen Trends gestalten.© 2010 Marimekko Corporation

Die Bedeutung des Designs für Finnland hat sowohl institutionelle wie auch internationale Anerkennung gefunden: Die Handelshochschule Helsinki, die Technische Universität Helsinki und die Hochschule für Angewandte Kunst Helsinki wurden 2010 zur Aalto-Universität zusammengelegt. Und 2012 wird die finnische Hauptstadt als „Welthauptstadt des Designs“ amtieren. Die professionelle Formgebung bringt ständig neue Ideen hervor und setzt ihre Expansion auf Feldern wie Marketing, Kommunikation, Service, digitale Umwelten und soziale Medien fort.

Design ist ein hochwertiges Kulturexportgut und ein wichtiger Wettbewerbsfaktor für finnische Produkte und Unternehmen, die sich international von anderen absetzen wollen. Zu den Merkmalen, die man daheim wie auch im Ausland mit dem Begriff „Finnisches Design“ assoziiert, gehören Formreinheit und Authentizität von Materialien und Produkten – sie bilden auch für die Zukunft des finnischen Designs und Designgewerbes ein tragfähiges Fundament.

Besuchen Sie unser cooles Land im Norden – und haben Sie teil an unserer Leidenschaft für gutes Design.(AK)

World Design Capital Helsinki 2012 – Design in den Alltag integrieren

Helsinki ist im Jahre 2012 die Welthauptstadt des Designs. Gemeinsam mit der finnischen Hauptstadt beteiligen sich an dem Projekt Espoo, Kauniainen, Vantaa und Lahti. World Design Capital ist ein Titel, der alle zwei Jahre an eine Stadt vergeben wird, die sich durch verdienstvolle Nutzung von Design als Motor für die soziale, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung hervorgetan hat. Verliehen wird der Titel von Weltorganisation für industrielle Formgebung Icsid (International Council of Societies of Industrial Design). Helsinki ist nach Turin (2008) und Seoul (2010) die dritte Welthauptstadt des Designs.

„Design in den Alltag integrieren“ lautet das Leitthema, unter dem Helsinki sich als Welthauptstadt des Designs 2012 präsentiert. Auf das Konzept des Designs wählt Helsinki einen weiten Blickwinkel, und es soll sichtbar gemacht werden, wie Design in allen Prozessen, die das soziale, ökonomische und kulturelle Umfeld verbessern, mitwirkt. Das Foto stammt aus einem Grußvideo der Designhauptstadt und zeigt Menschen vor dem Helsinkier Dom.© World Design Capital 2012 Helsinki

Das Programm des Designhauptstadtjahres besteht aus rund 300 Einzelprojekten und Events. Bei mehr als der Hälfte handelt es sich um langfristige Entwicklungsvorhaben, die darauf ausgelegt sind, die Stadt zu einem noch lebenswerteren Ort für ihre Bewohner zu machen. Das Leitthema des Designhauptstadtjahres, “Design in den Alltag integrieren”, bezieht sich auf eine Herangehensweise, die das Konzept des Design über herkömmliche Produktformgebung hinaus auf unterschiedliche Prozesse und Systeme sowie öffentliche Dienste wie etwa das Gesundheitswesen ausweitet. Zugleich unterstreicht es das Erfordernis, die Bedürfnisse der Benutzer schon im Frühstadium der Planung zu berücksichtigen.

An der Gestaltung und Durchführung des Programms beteiligen sich zahlreiche Akteure, von Ministerien und Universitäten bis hin zu Unternehmen und Museen. Ein Ziel ist es, die einheimische und internationale Nachfrage nach finnischem Design zu steigern und die Lebensumwelt der Bürger weiter zu verbessern.

Der „Helsinki Design District“ ist eine Ballung von Unternehmen kreativer Branchen mitten im Herzen von Helsinki: Auf einer Fläche von wenig mehr als einem Quadratkilometer konzentrieren sich über 180 Designgeschäfte, Kunstgalerien, Workshops sowie trendige Bars und Restaurants. Und natürlich dürfen auch Design-Hotels nicht fehlen. Auch das Design-Museum, das Museum für Finnische Architektur und Design Forum Finland befinden sich im Design District, für den eine eigene Übersichtskarte erhältlich ist.

Die allherbstlich stattfindende „Helsinki Design Week“ will die öffentliche Aufmerksamkeit auf die kreativen Gewerbe richten, neuen Ideen zur Verbreitung helfen und Diskussionen anstoßen. Im Frühjahr findet das „Masters of Arts“ statt, ein von der Hochschule für Kunst und Design Helsinki organisiertes Event, das frischen Hochschulabgängern eine Gelegenheit bietet, sich und ihre Arbeiten einem breiteren Publikum vorzustellen. Die Nacht der Künste Ende August verwandelt weite Teile der Stadt in eine Bühne für darstellende Künste, Ausstellungen, freie Konzerte und vieles andere. (AV)

Links:

World Design Capital Helsinki 2012
Design District Helsinki
Design Museum
Museum of Finnish Architecture
Design Forum Finland
Helsinki Design Week

Organisationen und Einrichtungen

Hannu Kähönens nahm mit seiner Firma Creadesign Oy an der Gestaltung einer neuen Specksteinofenreihe der Firma Tulikivi Oy teil. Merkmale der modernen wärmespeichernden Kaminöfen sind klare Linien und modularer Aufbau. Die Öfen erfüllen strengste Emissionsnormen.

Hannu Kähönens nahm mit seiner Firma Creadesign Oy an der Gestaltung einer neuen Specksteinofenreihe der Firma Tulikivi Oy teil. Merkmale der modernen wärmespeichernden Kaminöfen sind klare Linien und modularer Aufbau. Die Öfen erfüllen strengste Emissionsnormen.Foto: Creadesign

Aufgabe von Design Forum Finland ist es, die Bekanntheit des finnischen Designs im Inland und im Ausland zu mehren. Es arrangiert Ausstellungen, produziert Publikationen, betreibt den Design Forum Shop, verteilt Informationen und vergibt Auszeichnungen. Träger des Design Forum Finland ist der 1875 gegründete Kunstgewerbeverein in Finnland, die zweitälteste Organisation der Designbranche in der Welt.

Das Design-Museum, früher Museum für Angewandte Kunst, dokumentiert die Geschichte der Formgebung, unterhält eine umfangreiche Sammlung von designbezogenen Objekten und arrangiert vielerlei Ausstellungen, von denen ein Teil als internationale Wanderausstellungen konzipiert wird. Die Wurzeln des Museums reichen bis in das 19. Jahrhundert zurück: Die ersten Objekte für seine Sammlung wurden 1873 erworben. Heute umfasst die Sammlung 35 000 Gegenstände, 40 000 Zeichnungen und 100 000 Abbildungen. Zum Design-Museum gehören auch das auf Keramik spezialisierte Arabia-Museum in Helsinki sowie die Glasmuseen in Iittala und Nuutajärvi.

Das Finnische Glasmuseum in Riihimäki, 50 Kilometer nördlich von Helsinki, ist ein nationales Spezialmuseum, das sich auf Glasdesign und die Geschichte der Glasverarbeitung konzentriert. Weitere Museen, die sich mit finnischem Kunsthandwerk und angewandeter Kunst befassen, sind unter anderem das Museum für Handwerk und Kunstgewerbe und das Alvar-Aalto-Museum, beide im mittelfinnischen Jyväskylä. Das Studio und das Wohnhaus des berühmten Architekten und Designers befinden sich in Helsinki.

In Finnland gibt es eine ansehnliche Zahl von designbezogenen Ausbildungsanstalten. Die Hochschule für Angewandte Kunst, Gründungsjahr 1871, gehört zu den führenden Lehranstalten des Designsektors in Europa und zu den angesehensten in der Welt. Seit 2010 ist sie Teil der neuen Aalto-Universität. Die Fakultät für Kunst und Design der Universität Lappland bildet den Mittelpunkt der Designausbildung in Nordfinnland. Die bekannteste Ausbildungseinrichtung auf Fachhochschulebene ist das Lahti Design Institut.

Interessenorganisation der finnischen Designer ist der 1911 gegründete Verband für Industrielle Kunst Ornamo. Ihm gehören rund 2400 professionelle Formgeber an, darunter Industriedesigner und Innenarchitekten, Kunsthandwerker und Textilkünstler sowie Modedesigner. Die grafischen Designer haben ihre eigene Organisation, Grafia, gegründet im Jahre 1933.(AK)

Links:

Design Forum Finland
Design Museum
Aalto Universíty / School of Art & Design
Craft Museum of Finland
The Finnish Glass Museum
Alvar Aalto Foundation
Museum of Finnish Architecture
The Finnish Association of Designers Ornamo
Grafia, Association of Professional Graphic Designers in Finland

Ein Schwergewichtler des Industriedesigns: Hannu Kähönen

Der Industriedesigner Hannu Kähönen, von der Finnischen Zentralkommission für Kunst zum Künstlerprofessor ernannt, ist Gründer der Firma Creadesign. Er ist ein echter Alleskönner, sein Schaffen reicht von strategischem Design über Corporate Identity bis hin zu Produktdesigns. Im Jahre 2009 wurde er vom Design Forum Finland mit dem Kaj-Franck-Designpreis ausgezeichnet.

Kähönen hat Schlösser und Schlüssel für Abloy entworfen, Langlaufstöcke für Exel sowie Niederflur-Straßenbahnwagen und -Busse für die Helsinkier Verkehrsbetriebe. Kähönen wendet gern den „Design für alle“-Approach an, bei dem Barrierefreiheit und ökologische Aspekte in den Designprozess integriert werden. Was kann Formgebung dazu beitragen, dass alte Menschen so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden wohnen können? Was für Hilfsmittel werden benötigt, damit pflegebedürftige Kranke zu Hause betreut werden können? Gutes Design trägt zur Sicherheit und zum Wohlergeben der Benutzer bei.

Kähönens Firma Creadesign bemüht sich schon seit längerem um eine Herangehensweise, bei denen zuerst eine Designidee kommt, für die dann geeignete Anwendungen gesucht werden und nicht umgekehrt – die so entstehenden Produktkonzepte werden dann der Industrie zur Lizenznahme angeboten. Zentrale Ausgangspunkte sind u.a. Verfügbarkeit, Zusammenlegbarkeit und Recycling. Zu den Schöpfungen von Kähönen gehört der „2F“, ein Klappstuhl aus Birkensperrholz, der im Handumdrehen seine Farbe wechseln kann, da er sich in zwei Richtungen aufklappen lässt. Zusammengeklappt ist der Stuhl nur 25 Millimeter tief – auf einem Raum von einem Kubikmeter lassen sich so rund hundert Stühle verstauen.

Ein weiteres innovatives Design ist die „Klapi“-Brücke, die meterweise gekauft werden und vor Ort und ohne Spezialwerkzeuge montiert werden kann. Sie basiert auf identischen Bauteilen aus Stein, Holz oder Kunststoff, die zu der gewünschten Breite oder Länge zusammengefügt werden können. Die „Klapi“-Brücke ist ein in jeder Hinsicht umweltfreundliches Konzept, denn sie kommt mit geringem Materialeinsatz aus und ermöglicht die Verwendung von recycelten oder lokal verfügbaren Materialen.(AK)

Hannu Kähönen Foto: Liisa Valonen

Finnische Mode: Individuelles für Individuen

Die Aalto-Vase, auch bekannt als Savoy-Vase, ist ein weltberühmtes Glasprodukt und eine Ikone des finnischen Designs. 2011 wird die Vase 75 Jahre alt – Alvar Aalto entwarf sie 1936 für einen Designwettbewerb der Glasfabrik Karhula-Iittala. (Ihren Zweitnamen verdankt sie der Tatsache, dass Alvar Aalto und seine Frau Aino sie in eine Design-Kollektion für das 1937 in Helsinki eröffnete Restaurant Savoy aufnahmen.)Foto: Iittala/Arabia imagebank

Finnische Mode hat sich einen Namen für hohe Qualität und Originalität gemacht. Zweckmäßigkeit und Berücksichtigung der schwierigen Wetterverhältnisse im Norden sind Selbstverständlichkeiten, aber viele finnische Modedesigner lieben es zugleich, vorurteilslos zu experimentieren, ohne sich von aktuellen Trends beirren zu lassen.

Die Entwicklung der finnischen Modeszene steht in einem interessanten Stadium. In jüngerer Zeit hat eine Reihe neuer Jungdesigner bemerkenswerte Kollektionen vorgestellt, während etablierte Namen wie etwa Vuokko Nurmesniemi, Jukka Rintala, Ritva-Liisa Pohjalainen und Ritva Falla weiterhin stark präsent sind.

Den zeitgenössischen finnischen Modedesignern gemein ist, dass Sie sich mit ihren Schöpfungen nicht am Massengeschmack orientieren. Sie entwerfen Ihre Modelle für Individuen mit ausgeprägtem Stilgefühl, ob der Akzent ihrer Arbeiten nun auf ökologischer Nachhaltigkeit, auf Street Fashion oder etwa auf klassischem Chic liegt.

Ein Megatrend ist zurzeit die Verwendung von recycelten Materialien – zu den Pionieren an dieser Front gehört die Firma Globe Hope. Viele Designer und kleine Marken lassen sich auch von Vintage-Schätzen inspirieren. Modedesignerinnen, die auf Klassizismus setzen, sind unter anderem Anna Ruohonen, die in Paris arbeitet, die Schwestern Päivi und Anna Haaksiluoto, Naoto Niidome sowie Anssi Tuupainen, der sich auf Männermoden fokussiert. Mit unverwechselbaren Stilen haben sich die Geschwister Tuomas und Anna Laitinen, das Duo Rinne und Niinikoski, der Street-fashion-Designer Daniel Palillo, Hanna Sarén, Tiia Vanhatapio, Paola Suhonens IVANA Helsinki und Mika Piirainen von Marimekko profiliert.

Etliche Designer haben sich auf Schuhe und Accessoires spezialisiert. In seinen St Vacant Schuhen streicht Janne Lax die Bedeutung traditioneller Handarbeit heraus. Die in London lebende Julia Lundsten ist eine international anerkannte Schuhdesignerin. Minna Parikka hat sich für ihre Schuhe und Taschen einen Namen gemacht, die den Glamour der fünfziger Jahre ausstrahlen. Sanna Kantola und Bruno Beaugrand entwerfen für ihre Marke Lumi Accessories Taschen und Accessoires. Virva Launo hat die Taschenkollektion von Marimekko erneuert. Ville Lehtinen entwirft handgestrickte Mützen und Taschen für seine Kollektion Outo Wear. Die Krawatten und „Halsbekleidungen“ der gTIE-Kollektion von Jenni Ahtiainen repräsentieren etwas ganz Neues, das man nicht jeden Tag zu sehen bekommt.(AV)

IVANAhelsinki streicht ethische Gesichtspunkte heraus und lässt seine Produkte in Finnland herstellen. Von links: Nelly, Paige und Reese führen Stücke aus der Kollektion des Jahres 2010 vor.© IVANAhelsinki

Verspieltes und kühnes Modedesign: Paola Suhonen

Die Kreationen der finnischen Modedesignerin Paola Ivana Suhonen werden unter dem 1998 gegründeten Label IVANAhelsinki vertrieben – Paola leitet den Familienbetrieb, für die Vermarktung ist ihre Schwester Pirjo verantwortlich. IVANAhelsinki ist ein ingeniöser Mix aus slawischer Melancholie, romantischer Folklore, der reduktiven skandinavischen Formensprache, wirkungsvollen Druckmustern und Respekt gegenüber Traditionen.

IVANAhelsinki streicht ethische Gesichtspunkte heraus. Die Bekleidungsstücke und Accessoires werden in Finnland in Handarbeit als Atelierstücke hergestellt. IVANAhelsinki war die erste in einer neuen Welle von finnischen Labels, die es auf den Laufsteg der Paris Fashion Week schafften – das war im Jahre 2007. 2011 war IVANAhelsinki das erste finnische Modehaus, das mit einer eigenen Laufsteg-Show an der New Yorker Mercedes Benz Fashion Week teilnahm. Ein origineller, verspielter und grafischer visueller Ausdruck ist Paola Suhonens Markenzeichen. Paola hat auch viel Lob für ihre wegbereitenden Textildruckdesigns geerntet, die von internationalen Top-Marken wie z.B. Google, Topshop, Head snowboards, Swarovski, Coca-Cola, Canon, Amnesty International und dem Mori Art Centre in Tokio genutzt werden. Ihre Leidenschaft für Mode und einen romantischen Lebensstil hat zur jüngsten Ausweitung ihres Betätigungsfelds geführt: Sie ist Chefredakteurin des vom gleichnamigen Online-Shop herausgegebenen erotischen Lifestyle-Magazins „Love Contemporary“.(AK)

Paola Suhonen© IVANAhelsinki

Angewandte Kunst und Industriedesign

 Wie ein Licht in einem Eisblock: Die preisgekrönte „Block“-Lampe (1996) von Harri Koskinen war von Anfang an ein Klassiker. Das New Yorker Museum of Modern Art nahm es im Jahre 2000 in seine Sammlung auf.

Wie ein Licht in einem Eisblock: Die preisgekrönte „Block“-Lampe (1996) von Harri Koskinen war von Anfang an ein Klassiker. Das New Yorker Museum of Modern Art nahm es im Jahre 2000 in seine Sammlung auf.Foto: Iittala/Arabia imagebank

Die angewandte Kunst basiert in Finnland auf einer ausgeprägten bäuerlichen Tradition und Objektkultur. Die aktive Rolle des Kunstgewerbevereins in Finnland (gegründet 1875) hat ein Fundament für die Ausbildung und die internationalen Aktivitäten bei Weltausstellungen und bedeutenden Wettbewerben gebildet.

Beispiele sind Weltausstellungen der dreißiger Jahre, die dem Namen Alvar Aalto Weltgeltung verschafften, sowie die Triumphe finnischer Designer bei den Mailänder Triennalen der fünfziger und sechziger Jahre, mit denen der Aufstieg von Formgebern wie Tapio Wirkkala, Timo Sarpaneva, Antti Nurmesniemi und Nanny Still zu nationalen Ikonen begann. Besonders das finnische Glasdesign erntete internationalen Ruhm. Heute werden seine Traditionen von Unternehmen wie Iittala fortgeführt.

Die Verhältnisse und Bedürfnisse haben sich seither stark verändert, aber ein Rückblick auf diese einzigartige Erfolgsgeschichte hilft zu verstehen, warum Finnen bis zum heutigen Tage ein so inniges Verhältnis zum Design haben. Allein im Großraum Helsinki arbeiten schätzungsweise 10 000 Personen in designbezogenen Berufen, die Anzahl der designintensiven Unternehmen in Finnland beträgt, je nachdem wie breit man den Begriff auslegt, zwischen 110 000 und 200 000.

Industriedesign ist ein vielfach unauffälliger, aber dennoch allgegenwärtiger Bestandteil unseres Alltagslebens. Ob Handys, Aufzüge oder etwa die Schilder im öffentlichen Verkehr, sie alle tragen die Handschrift von Formgebern. Eine große Zukunftsherausforderung für die Industriedesigner wird eine immer weitergehende Einbeziehung ökologischer Gesichtspunkte sein, eine weitere die Entwicklung des Service-Designs.

Trendsetter auf dem Gebiet des Industriedesigns sind in Finnland unter anderem Nokia, Kone, Metso, Fiskars, Iittala, Rocla, Suunto und Vaisala. Für immer mehr Unternehmen ist industrielle Formgebung zu einem bedeutenden Wettbewerbsfaktor und zu einem integralen Bestandteil der Tätigkeit geworden. Dieser Entwicklung wird mit dem wichtigsten Design-Wettbewerb Finnlands Rechnung getragen, dem alle zwei Jahre vergebenen Fennia-Preis. Mit der Formgebung werden Industriedesignagenturen wie Creadesign, ED-Design, Linja-design und Muotohiomo betraut oder eigene Designteams wie bei Palodex, Rocla und Suunto.

Preise und Auszeichnungen holen die siegreichen Industrieformgeber aus der Anonymität heraus, in der die große Mehrheit der Designerzunft ihrer Tätigkeit nachgeht. Beispiele für Industriedesigner, die sich einen Namen gemacht haben, sind Hannu Kähönen, Kunstprofessor und Gewinner des Kaj Franck Design Preises 2009, sowie Arni Aromaa und Sauli Suomela von Pentagon Design, die vom Verband für Industrielle Kunst Ornamo zu den Industriedesignern des Jahres 2010 gewählt wurden.

Auch Kunsthandwerk und angewandte Kunst können in Finnland auf ehrwürdige Traditionen zurückgreifen. Künstlerisches Experimentieren ist vielmals eine wichtige Vorstufe für industrielle Innovationen und Serienfertigung. Die finnische Keramik- und Glaskunst steht fest auf dem Boden der Gegenwart. Zu den bekannten Keramikern gehören Kirsi Kivivirta, Nathalie Lahdenmäki, Heini Riitahuhta und Kim Simonsson, während bei den Glasdesignern Anu Penttinen, Harri Koskinen, Markku Salo und Oiva Toikka Erwähnung verdienen.

Innerhalb der Arabia Art Department Society hat sich eine sehr aktive Gruppe von Keramikern formiert, und in den legendären Glasbläserdörfern Nuutajärvi (1793) und Iittala (1881) werden neben Glaswaren für den alltäglichen Bedarf auch weiterhin mundgeblasene Gegenstände hergestellt. Darüber hinaus gibt es zahlreiche kleine Design-Werkstätten in allen Teilen Finnlands, bis hinauf in das nördlichste Lappland.

Verbundenheit gegenüber lokalen Traditionen und ein leidenschaftliches Verhältnis zu Materialien sind typisch für die professionellen Kunsthandwerker, die im Verband für Industrielle Kunst Ornamo und der Vereinigung finnischer Künstler und Designer organisiert sind. Vor allem Jungdesigner haben sich erfolgreich um neue, kühne Ansätze bei der Fortführung alter Traditionen bemüht. Als Beispiele seien hier MIE, eine Gruppe von Textilkünstlern in Rovaniemi, sowie Designer-Gruppen wie Anteeksi und Design Migration genannt. Fest verwurzelt in ihrer eigenen Kultur, suchen finnische Designer jeden Alters begierig nach neuen Einflüssen, und ihre Kreationen sind regelmäßig auf internationalen Ausstellungen zu sehen wie den Designwochen von Tokio und New York.(AK)

Ein Weltbürger des Designs: Harri Koskinen

Der Designer Harri Koskinen, Gründer der Friends of Industry Ltd, ist bekannt für durchgestylte Produkte, die er für globale Marken wie Issey Miyake, Magis, Montina, Venini, Oluce und Design House Stockholm entworfen hat. Eine seiner frühesten Kreationen, die „Block“-Lampe (1996), wurde in die Sammlung des Museum of Modern Art in New York aufgenommen. Mit seinem Stuhl „Muu“ für Montina erhielt Koskinen 2004 den italienischen Compasso D’Oro, und ein Subwoofer, entworfen für Genelec, brachte ihm 2009 den angesehenen finnischen Fennia-Preis ein. Im November 2009 wurde Koskinen für sein Lebenswerk mit dem Torsten and Wanja Söderberg Award ausgezeichnet, dem mit einer Million Schwedenkronen (rund 100 000 Euro) höchstdotierten Design-Preis der Welt.

Wer ist der Mann und Designer, der hinter all diesen Erfolgen steht? Harri Koskinen hat seine Wurzeln tief im ländlichen Mittelfinnland, in einem Ort namens Karstula. Seinen ersten Designwettbewerb gewann er als Student am Lahti Institute of Design. Mit einem Sommerjob, den er 1996 im Glasdorf Nuutajärvi antrat, begann seine Zusammenarbeit mit der Firma Iittala. Seine jüngste Kollektion mundgeblasener Glasartikel, „Art Works“, wurde unter anderem im September auf der „London 100% Design“ und auf der „Tokyo Design Week 2009“ vorgestellt. Aber im Falle Koskinen ist Glas nur die sprichwörtliche Spitze des Eisbergs. Produktiv und vielseitig wie er ist, arbeitet Koskinen auch gern mit Kunststoff, Stahl und Textilien – ein Beispiel sind seine preisgekrönten Druckstoffe für Marimekko, die auch als Tapeten produziert werden. Koskinens Handschrift ist wesenseigen und funktionell, seine Designs sind vielfach minimalistisch – Alltags-Ästhetik in Perfektion, aber stets mit einer Prise zeitloser Eleganz.(AK)

Harri KoskinenFoto: Iittala/Arabia imagebank

Gebrauchskunst und grafisches Design

Die Grafikdesignerin Janine Rewell ist eines der interessanten Jungtalente der finnischen Illustrationsagentur Agent Pekka. Das „Gute-Laune-Muster“ hat sie für die finnische Firma Atria entworfen.

Die Grafikdesignerin Janine Rewell ist eines der interessanten Jungtalente der finnischen Illustrationsagentur Agent Pekka. Das „Gute-Laune-Muster“ hat sie für die finnische Firma Atria entworfen. Photo: Agent Pekka

Das grafische Design ist in Finnland stark im Vormarsch. Illustration, Schriftdesign, die Gestaltung von digitalen Umwelten und Corporate Design sind Felder, in denen Finnen sich besonders hervorgetan haben. Grafisches Design lässt sich leicht im Internet bewerben: Websites und Blogs machen es Designagenturen möglich, potentielle Kunden in der ganzen Welt anzusprechen. Auf der anderen Seite arbeiten viele finnische Grafikdesigner im Ausland.

Der originelle finnische Stil, der vielfach Einflüsse aus Ost und West verbindet, kommt beim internationalen Publikum gut an. Die phantasievollen, detailreich dekorierten Illustrationen von Klaus Haapaniemi haben in der ganzen Welt Aufmerksamkeit erweckt. Das Gleiche gilt auch für die Arbeiten von Sanna Annukka, die aus dem finnischen Nationalepos Kalevala und der finnischen Folklore schöpfen. Kustaa Saksi, der sich in Amsterdam niedergelassen hat, und Pietari Posti, wohnhaft in Barcelona, sind Meister kräftigen Strichs und kräftiger Farben. Sami Kortemäki ist als einer der Gründer des auf Schriftartendesign spezialisierten Studios Underware bekannt. Agent Pekka ist eine Illustrationsagentur, die viele der Spitzennamen des grafischen Designs in Finnland unter ihrem Dach vereint.

Für Gebrauchsgrafik hohen Niveaus haben sich unter anderem Dog Design sowie Hahmo Design, eine auf Corporate Design spezialisierte Agentur, einen Namen gemacht. Die Palette von Tango Helsinki reicht von Verpackungsdesign bis zur Gestaltung von Markenidentitäten und strategischem Design. Erwähnung verdient auch die Agentur Kokoro&Moi, hinter der Teemu Suviala und Antti Hinkula stehen und die für einen internationalen Kundenkreis arbeitet.(AV)

Keine Spielerei

Das Action-Adventure-Computerspiel „Alan Wake“ ist ein psychologischer Thriller, entwickelt von Remedy Entertainment und verlegt von Microsoft Game Studios exklusiv für die Xbox 360.

Das Action-Adventure-Computerspiel „Alan Wake“ ist ein psychologischer Thriller, entwickelt von Remedy Entertainment und verlegt von Microsoft Game Studios exklusiv für die Xbox 360.

Die Computerspielindustrie Finnlands hat eine kurze, aber Respekt erheischende Geschichte. Die ersten finnischen Unternehmen der Branche entstanden in den neunziger Jahren, die Mehrheit der existierenden Firmen wurde nach 2000 gegründet. Zurzeit gibt es in Finnland über 50 Firmen, die sich aktiv in der Spiele-Entwicklung engagieren. Im Jahre 2008 brachte es der Sektor auf einen Gesamtumsatz von schätzungsweise 87 Mio. Euro.

Die Zahl der talentierten Spieldesigner ist bemerkenswert, und nicht minder bemerkenswert ist die Häufigkeit, mit der sie originelle Innovationen hervorbringen. Die internationalen Hits der Vergangenheit reichen von unterschiedlichen Action-Spielen wie Max Payne von Remedy Entertainment bis hin zu virtuellen Spielwelten wie Habbo Hotel von Sulake, das eine umfangreiche Online-Community um sich versammelt hat. Auch auf dem Gebiet der 3D-Grafik genießen finnische Designer Weltruf.

Welchem finnischen Team der nächste große Wurf auf dem internationalen Spiele-Markt gelingt, ist eine Frage, über die hierzulande gern spekuliert wird. Neben den bereits erwähnten Unternehmen gibt es auch andere, die sich im Auge zu behalten lohnt, darunter Bugbear, Digital Chocolate, Frozen Byte, Housemarque, Mr Goodliving, RedLynx, Rovio Mobile (Entwickler von Angry Birds) und Sula Labs.

Es ist wohl nicht weiter verwunderlich, dass im Heimatland von Nokia mobile Spiele am Umsatz der Computerspielindustrie einen beträchtlichen Anteil haben, der dem der PC- und Konsolenspiele nicht viel nachsteht. Stark im Kommen sind Online-Spiele, wenngleich ihr Anteil noch deutlich kleiner ist. Die Spiele-Industrie bildet einen wichtigen Teil des wachsenden finnischen Service-Design-Sektors.

Unter anderem unterstützt die Nationale Technologieagentur TEKES, die größte Förderorganisation für den Bereich Forschung und Entwicklung in Finnland, die Produktentwicklungsaktivitäten innovativer Unternehmen, darunter auch Entwickler von Computerspielen. Die Organisation Neogames wiederum organisiert Schulungen, Forschungen, die internationale Vernetzung und die Kommunikation der Branche.(AK)

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Play Finland

Habbo Hotel von Sulake Corporation ist die weltgrößte Online-Community für Teenager. Die regionalen Habbo Hotels in allen Teilen Welt zählen Millionen von Besuchern pro Woche.© Habbo Hotel

Möbel: Klares Profil

 Mit seinem 1963 entworfenen „Ball Chair“ schaffte Eero Aarnio den internationalen Durchbruch: Als der Kugelsessel 1966 auf der Internationalen Möbelmesse in Köln vorgestellt wurde, war er DIE Sensation. Aarnio nahm ihn zum Ausgangspunkt für eine ganze Reihe von Glasfaser-Designs. Neuere Ausführungen des Sitzmöbels schließen Features wie etwa einen integrierten MP3-Player ein.

Mit seinem 1963 entworfenen „Ball Chair“ schaffte Eero Aarnio den internationalen Durchbruch: Als der Kugelsessel 1966 auf der Internationalen Möbelmesse in Köln vorgestellt wurde, war er DIE Sensation. Aarnio nahm ihn zum Ausgangspunkt für eine ganze Reihe von Glasfaser-Designs. Neuere Ausführungen des Sitzmöbels schließen Features wie etwa einen integrierten MP3-Player ein. Foto: Design Eero Aarnio

Möbel sind traditionell eine der besonderen Stärken des finnischen Designs: Der Kugelsessel („Ball Chair“) und der Pastil-Stuhl von Eero Aarnio sowie der dreibeinige Stuhl und der Paimio-Stuhl von Alvar Aalto sind Ikonen, die einst Finnland als Botschafter auf dem internationalen Parkett repräsentiert haben. Die Charakteristiken des finnischen Designs treten bei Möbeln deutlich in den Vordergrund: eingehende Kenntnisse des Materials, Funktionalität und eine klare Formensprache. Während Aaltos Schöpfungen der dreißiger Jahre von vornherein Evergreens waren, sind aus den fünfziger und sechziger Jahren stammende Modelle von Ilmari Tapiovaara und anderen Möbeldesignern erneut in Produktion gegangen.

Zur gleichen Zeit ist in Finnland eine neue Generation von talentierten Designern herangewachsen, die Möbel für das 21. Jahrhundert entwerfen. Dazu gehören Harri Koskinen, Timo Ripatti, Antti Kotilainen, Mikko Laakkonen, Ilkka Suppanen und Terhi Tuominen, um nur einige zu nennen.

Holz ist weiterhin ein zentrales Material, dem technische Innovationen neue Verwendungsmöglichkeiten erschlossen haben. Sperrholz kann in einer neuen Weise gepresst und gebogen werden. Strukturen aus dünnem Sperrholz wie die gewellten Akustik-Wandelemente von Jouko Kärkkäinen sind stabil und dennoch lichtdurchlässig. Außerdem kann durch Hitzebehandlung auch einheimischen Holzarten größere Härte und bessere Feuchtigkeitsbeständigkeit verliehen werden.

Auch im Möbeldesign spielen Umweltaspekte heute eine wichtige Rolle. Bevorzugt werden Materialen aus dem näheren Umfeld verarbeitet, man bemüht sich um ökologisch tragfähige Produktionsmethoden, und der gesamte Lebenszyklus des Möbels wird auf seine Möglichkeiten zur Verringerung der Umweltwirkungen abgeklopft. Durat, ein Material aus recyceltem Kunststoff, eignet sich gut für Plattenkonstruktionen wie etwa die Tische und Bänke von Eeva Lithovius. Das schnell wachsende Bambusholz hat sich im hiesigen Möbelsektor einen eigenen Platz neben den einheimischen Holzarten erobert. Ein Beispiel für ökologisches Design ist der Compus-Stuhl von Samuli Naamanka: Der Sitz ist aus 100 Prozent biologisch abbaubaren Naturfasern, polymerisiert aus Leinen und Maiszucker, die Beinkonstruktion ist aus wiederverwendbarem Stahl.(AV)

Ein Meister der Formen: Eero Aarnio

Eero Aarnio (geboren 1932) ist einer der berühmtesten aktiven Designer Finnlands. Sein Kugelsessel sowie seine Stühle „Pastil“ und „Puppy“ sind weltbekannte Klassiker. Originelle Ideen, prägnante Formen, kräftige Farben sowie die Verwendung von Glasfaser und Acryl zeichnen das Schaffen Aanios aus. Sein erster internationaler Erfolg war der Kugelsessel (1963). Im Jahre 2008 erhielt Aarnio zwei bedeutende Auszeichnungen, den finnischen Kaj-Franck-Designpreis und den italienischen Compasso d’Oro – er war der dritte Finne, dem der italienische Preis verliehen wurde.

Auf den ersten Blick scheinen die Schöpfungen von Aarnio wenig mit skandinavischem Design zu tun zu haben: Formen und Farben sind ungewöhnlich opulent und wirken vielfach überraschend. Aber hinter ihnen steht solide skandinavische Funktionalität und Zweckmäßigkeit. Die Form des „Pastil“ verleiht dem Stuhl hervorragenden Sitzkomfort. Und der „Bubble Chair“ wird ähnlich wie eine Seifenblase hergestellt, durch Aufblasen – eine genial einfache Methode. Form und Material gehen Hand in Hand: Das Material – Holz, Kunststoff, Acryl, Glasfaser – gibt vor, welche Formen möglich sind, und umgekehrt diktiert die Form, welche Materialien für die Herstellung in Frage kommen.

Auch in seinen gesetzten Jahren steckt Aarnio weiterhin voller Ideen. Seinen Designprozess bringt er zügig voran, und zu jeder Ausstellung, an der er teilnimmt, rückt er mit neuen Kreationen an. In den letzten Jahren lag Aarnios Schwerpunkt auf Leuchten – seine Formideen haben der Branche überraschende Neuerungen beschert. Aarnio kennt die Herstellungstechniken in- und auswendig, speziell die Bearbeitung von Kunststoffen, und weiß, wie man ein Produkt so gestaltet, dass es sich möglichst kostengünstig herstellen lässt – natürlich ohne jeden Abstrich an Qualität oder Form.(AV)

Von Aila Kolehmainen und Anne Veinola, 2010, aktualisiert im Februar 2012